Jeder der einen Blog, eine Webseite oder eine eMail-Adresse im Internet betreibt kennt das Problem: Spam.
Bei einem Gewinnspiel die eMail-Adresse angegeben, in einem Forum die Blog-Adresse gepostet oder lediglich bei einer Suchmaschine eingetragen und schon ist es zu spät. Robots grasen das Internet ab, greifen die Adressen auf und „müllen“ mit allem zu was sie zu bieten haben: Potenzmittel, kostenlose Kredite, vermeintliche Gewinnbenachrichtungen und diverse Erotikangebote.
Im Prinzip kann man nicht viel machen wenn man bereits „gespamt“ wurde.
Folgende Tipps können helfen das „Leben“ erträglicher zu machen:
- nicht die „echte“ eMail-Adresse im Internet preisgeben.
Lieber für „dubiose“ Anmeldungen auf Websites, bei Onlineshops, Gewinnspielen, … eine „Pseudoemailadresse“ nehmen. Diese kann z.B. bei www.spambog.com angelegt werden oder bei GMX, Web.de, Yahoo, …
Vorteil: zum Einen kostenlos, zum Anderen können dort systemeigene Spamfilter eingesetzt werden, welche die eMails „vorfiltern“ und dann gefiltert an die „echte“ eMail-Adresse weitergeitet werden.
Nachteil: in den Spamfiltern können auch „Non-Spam-Mails“ hängen bleiben – also muss manuell „ausgemistet“ werden. - Spamfilter verwenden
Thunderbird bringt einen eigenen (sehr) lernfähigen Spamfilter (Junkfilter) mit. Dieser markiert und löscht Spam (Junk) selbsttätig.
Spamihilator ist ein sehr gutes, externes Filtermedium was IMHO mit jedem eMail-Programm zurecht kommt. Ebenfalls sehr lernfähig.
Blogs/Webseiten
- Allgemein
Für Webseiten allgemein gilt: keine gültige eMail-Adresse verlinken wie z.B. kontaktieremich@spambog.com
Robots fischen die eMail-Adresse aus dem Quelltext einer jeden Webseite – der Empfang von Spam ist quasi vorprogrammiert.
Als Versuch habe ich eine „Spambog-Mailadresse“ genommen. Klicke hier und man gelangt man direkt ins Postfach und man kann sich ansehen, wie viel Spam seit dem Erstellen des Artikels eingegangen ist. - mögliche Schutzmechanismen
Im Internet kann man sogenannte „eMailadressenverschlüssler“ oder „Codierer“ finden, welche die eMail-Adresse in ein für das menschliche Auge wirres Buchstaben‑ und Zahlenmeer verwandeln. Leider haben die Robots dazugelernt und können dies entschlüsseln da dies auf einfach(st)en Algorhythmen basiert.- eMail-Adresse verstümmeln
Man kann die eMail-Adresse verstümmeln wie z.B. kontaktieremich (at) spambog (dot) com oder anderen Variationen.
Leider ist dies auch kein besonders hilfreicher Schutz – Robots können dies ebenso herausfiltern.
Sicherer dagegen ist es, wenn man zwar die Adresse wie oben geschrieben verstümmelt jedoch noch Sonderzeichen wie ., –, _,/, … einfügt. Damit es für den Leser angenehmer wird sollten diese Zeichen dann in der Hintergrundfarbe gestaltet werden. z.B. so: kontaktieremich_(at)_spambog-(dot)-com – beim Markieren mit der Maus werden diese „sichtbar“. - besseren Schutz bieten Bilder.
Die eMail-Adresse in einem Bildbearbeitungsprogramm als Text geschrieben, das Bild abgespeichert und auf der Webseite/dem Blog eingefügt (natürlich ohne mailto:-Link!) - noch wesentlich besser als Bilder und komfortabler sind sogenannte „Formmailer“.
Ein Script (meist in PHP programmiert) wertet auf einer Website/einem Blog ein Formularfeld aus wenn auf den „Senden“-Button gedrückt wurde. Auf der eigentlichen Webseite ist keinerlei Information über die eMail-Adresse enthalten – lediglich im externen PHP-File.
Für WordPress und Co. gibt es ganze Plugins/Erweiterungen welche ein umfassendes Angebot bereit halten. Zum Teil mit Capatchas (generierte Wörter) die eingegeben oder Rechenaufgaben die gelöst werden müssen. - speziell WordPress
Wordpress liefert bereits „Askimet“ mit. Ein Plugin welches Spam aus den Kommentaren filtert. Das Problem: Daten werden in ausländischen Servern gespeichert. Was mit diesen Daten passiert, wer auf sie zugreifen kann etc. ist total unklar!
Da ich soetwas nicht unterstützen möchte (ebenso wenig wie (fast) alle Dienste von Google) hab ich mich für „die Biene“ entschieden: Antispam Bee. Bisher hat es erfolgreich unseren Blog vor Spam bewahrt ohne auch nur eine Einstellung vorgenommen zu haben!
- eMail-Adresse verstümmeln

