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Zweitaktmotoröl im Dieselkraftstoff?

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Warum 2TMÖl und kein 4TMÖl oder gar „normales“ Motoröl?
Das 2-Takt-Motoröl verbrennt am besten und es entsteht am wenigsten (Sulfat‑)Asche, welche den RPF/DPF zusetzen und letztendlich zerstören würde. Daher besonders bei Fahrzeugen, die mit einem Partikelfilter ausgestattet sind, auf das Motorenöl achten. Es darf nicht vollsynthetisch sein und eine entsprechende Freigabenummer haben. Das 2-Takt-Motorenöl von Liqui Moly „1052“ soll wohl am besten geeignet sein. Sowohl für Fahrzeuge mit als auch ohne RPF/DPF. „Normales“ Motoröl soll wohl auch gehen – machen überwiegend die Taxifahrer/-betreiber so.

Welche Vorteile bringt es, 2-Takt-Motorenöl dem Diesel zuzugeben?
Laut den Aussagen in den Foren hilft das Öl die Einspritzdüsen/-anlage sauber zu halten, der Motorlauf wird ruhiger/runder und der Motor soll auch besser anspringen (im kalten Zustand). Seltener wird von einer Kraftstoffersparnis berichtet welche unterschiedlich ausfallen soll.
Es wird eine Reinigungswirkung, ein Korrosionsschutz und vor allem eine bessere Schmierung erreicht – am gesamten Kraftstoffsystem.

Warum nicht spezielle Aditive anstelle des Motoröls zugeben?
Weil diese noch teurer sind und auch keine andere Wirkung haben wie das gute alte Zweitaktmotoröl.

Welches 2-Takt-Motoröl kann ich verwenden?
Im Prinzip jedes. Es sollte wenigstens die API TC und ISO L-EGC erfüllen. So verbrennt es bereits äußerst sauber (sogar sauberer als der Diesel selbst). Liegt der Aschegehalt dann noch bei 0,05 Massen‑% kann man es auch bedenkenlos in einem Motor mit RPF/DPF eingesetzt werden.
Sonst würde sich der Filter zusätzlich zusetzen und letztendlich getauscht werden müssen. Diese Öle sind recht teuer: ca. 10 EUR/Liter.
Dieselfahrzeuge ohne RPF/DPF können nahezu jedes 2-Takt-Motorenöl benutzen. Hier ist der Aschegehalt egal – ob nun 0,05 oder 0,15 Massen‑%. Preisspanne hier: mehrere Euro (ca. 3–8 EUR/Liter).

Hinweis: vollsynthetische Öle haben einen höheren Sulfataschegehalt als teilsynthetische Öle.

Welches 2-Takt-Motorenöl sollte ich verwenden?
Wie überall gibt es teure hoch‑ und günstige minderwertige Öle.
Das Liqui Moly 1052 wird durchweg als das Beste angepriesen. Für knapp 10 EUR pro Liter allerdings auch eines der Teuersten.
Aber auch das MOBIL Extra 2T is bestens geeignet. Der Preis liegt bei ca. 6 EUR pro Liter.

Ist das für jeden Dieselmotor geeignet?
Ebenfalls laut den Aussagen der Forenuser – ja. Egal ob es Saug‑, Common-Rail‑ oder Pumpe-Düse-Systeme sind. Besonders die Saug‑ und CR-Diesel sollen davon einen Nutzen haben (einfach aufgrund ihrer Konstruktion) – die guten Pumpe-Düse-Systeme jedoch weniger. Diese werden vom Motoröl, das sehr hohe Ansprüche erfüllen muss, bereits geschmiert. Aber auch dort gibt es Stellen wo kein Motoröl hinkommt. Schaden tut es denen jedenfalls auch nicht.

Was mache ich wenn ich einen Benziner habe?
Einfach Einspritzsystem-Reiniger aus dem Fachhandel von Zeit zu Zeit zugeben. Am besten bei jedem Serviceintervall oder ggf. auch öfters.

Und was ist mit Fahrzeugen die Biodiesel tanken?
Hier sollte man unter keinen Umständen Motorenöl hineinschütten. Der Biodiesel erfüllt bereits die positiven Eigenschaften des 2-Takt-Motorenöls im Diesel und es würde eher zu „Unverträglichkeiten“ kommen (Ausflockung, etc.).

Aber im „normalen Diesel“ ist doch auch ein gewisser Anteil von Biodiesel?
Das ist richtig. Aber der größte Teil ist herkömmlicher Dieselkraftstoff. Also ist der Biodiesel entsprechend verdünnt und soll nichts ausmachen.

Warum nicht einfach Premiumkraftstoff (Ultimate oder V-Power) tanken?
Dieser hat eine noch geringere Schmierfähigkeit als der normale Diesel. Zudem kann dieser Diesel das Verflüchtigen von Weichmachern an Dichtungen beschleunigen, worauf diese schneller verhärten und so undicht werden können.
Zumal eine solche Tankfüllung teurer ist als eine mit normalem Diesel plus der Zugabe von entsprechender Menge 2-Takt‑Öl. Unterschied hier immerhin noch ca. 3–4 EUR je Tankfüllung und Art des Öles.

Das Öl (LM 1052) ist aber rot – was passiert in einer Kontrolle der Polizei/Zoll?
(Verdacht des Fahrens mit Heizöl – sprich Steuerhinterziehung)

Das ist kein Problem, denn das 2-Takt-Motorenöl ist deswegen Rot, um es von anderen Motorenölen unterscheiden zu können. Der Farbstoff ist ein anderer als der bei Heizöl. Zudem wird noch ein weiterer, unsichtbarer Farbstoff dem Heizöl zugegeben um eine eindeutige Identifikation zu ermöglichen.

Was ist mit der Abgasuntersuchung – gibt es da Probleme?
Normalerweise nicht, da das Öl rückstandsfrei mit dem Diesel (sogar besser) verbrennt. Es wurde auch von verbesserten Messwerten berichtet.

Wo kaufe ich das 2-Takt-Motoröl?
Am einfachsten natürlich direkt an der Tankstelle beim Tanken. Das ist leider auch meist am teuersten. In verschiedenen Baumärkten soll hin und wieder Rabattaktionen „auf alles“ geben und man spart z.B. 20 %. Aber auch in diversen Onlineshops, Motorradläden, Kaufhäusern, … findet man entsprechende Motoröle. Bei Oilportal.de habe ich den bisher günstigsten Literpreis für ein Öl gefunden, welches die Spezifikationen erfüllt.

Warum sollte ich das Öl vor dem Tanken in den Tank schütten und wie bekomme ich es überhaupt da rein?
Vor dem Tanken deswegen, damit ein homogenes Gemisch entsteht. Es ist kein Muss aber eben von Vorteil. Im Prinzip kann man es zu jeder Zeit hineinschütten. Schließlich wird beim fahren der Tankinhalt ziemlich durchgeschüttelt.

Manche Fahrzeuge haben solche Rückschlag‑/Rückstauklappen um ein herausschwappen des Kraftstoffs zu verhindern/verringern sollen (besonders bei Opel findet man dies). Die Rückschlagklappe einfach mit einem Schraubendreher oder dünnem Draht aufhalten und das Öl, was zuvor in eine handliche 0,5 ℓ Flasche mit länglichem Hals o.ä. gefüllt wurde, hineinschütten.
Zudem sind (oftmals) die Tankstutzen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Recht ähnlich und teils komplett identisch sind die vom VW-Konzern (Audi, VW, Seat, Skoda).

Geschrieben von Steffen

16. September 2009 um 20:36

1 Trackbacks/Pingbacks

  1. 2 Takt Öl bei jeder Tankfüllung mit beimischen? : Seite 2 : VW Touran

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