Synology Diskstation – Totalausfall

Ich habe ja seit einiger Zeit (aktuell ca 2,5 Jahre) ein NAS von Synology im privaten Einsatz – die DS214. Tolles Gerät, eigentlich. Lief auch zuverlässig und problemlos.

Vor kurzem sind wir umgezogen und einen Tag vor dem Umzug lief das Gerät noch einwandfrei. Also am Abend heruntergefahren und am nächsten Tag zum Transport verpackt.
Einige Tage später, in der neuen Wohnung, wollte ich die Diskstation wieder in Betrieb nehmen. Also die Kiste ausgepackt, aufgestellt, Netzteil und LAN-Kabel angeschlossen und eingeschaltet.

Nichts.
Es passiert nichts.
Also nochmal den Power-Knopf an der Diskstation gedrückt.
Die LED im Power-Knopf beginnt zu blinken (statt zu leuchten), auch flackert mal kurz die Status-LED grün auf.
Das wars.
Vielleicht hat sich ja durch de Transport die Festplatte gelöst und deswegen bootet das NAS nicht. Also HDD-Einschub raus und wieder eingesteckt und wieder eingeschalten.
Nichts bzw. gleiches Verhalten wie oben.

Jetzt überkam mich ein ungutes Bauchgefühl. Die Suchmaschine meines Vertrauens kurz nach den Symptomen befragt, der erste Treffer https://www.synology.com/de-de/knowledgebase/faq/366 brachte mich zu dem Problem, welches meine Diskstation hatte.
Allem Anschein nach ein defektes Mainboard. Defektes Mainboard? Bei einem NAS? Bei einem NAS von Synology?! Das gibts doch nicht!
Kurz recherchiert, bin ich auf Meldungen gestoßen, dass bei den Modellen aus 2012 (DSx12) fehler(be‑)hafte(te) Flash-Speicher verbaut wurden, es weltweit aber „nur“ wenige hundert Geräte betrifft/betroffen hat

Okay, wie auch immer das passieren konnte, wodurch es passiert ist jetzt ist es zu spät sich darüber einen Kopf zu machen – es bleibt aber die Unverständnis darüber zurück, dass bei einem solch qualitätiv hochwerigen Gerät soetwas passiert/passieren kann – natürlich nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung. Sucht man weiter im Internet findet man Foreneinträge die ebenfalls einen Hardwaredefekt beschreiben – außerhalb der DSx12er Serie.

Also habe ich mich an den Support gewendet, mit der Frage was der „Spaß“ kosten soll – die Hauptplatine wechseln zu lassen. Denn immerhin kostet(e) die DS214 „läppische“ 280 Euro – OHNE jegliche Festplatten wohlgemerkt!
Zwei Tage darauf kam die Antwort vom Support. Sehr ernüchternt und jedwede Hoffnung zerschmetternd:

Sehr geehrter Herr Degenkolb,
Prüfen Sie das Gerät nochmal nach der folgenden Webseite.
https://www.synology.com/de‑de/knowledgebase/faq/366
Reparaturen führen wir allgemein bei den Geräten nicht aus, da Reparatur + Versand + Ersatzteile meistens teurer wären als ein aktuelles Nachfolgemodell.
Sie können die vorhandenen Platten problemlos in ein neues Modell einsetzen.
https://www.synology.com/knowledgebase/tutorials/651
Mit freundlichen Grüßen,

Okay. Eine Reparatur kostet also mehr als ein neues Gerät (in meinem Fall eine DS216; Preis am freien Markt: 270 Euro). Ist klar!

Danke, Synology!
Danke für eine Kiste Elektroschrott, die ich so wie sie ist entsorgen kann kurz nach Ablauf der Gewährleistungsfrist!
Dabei habe ich mich seinerzeit explizit FÜR Synology entschieden, aufgrund der (vermeintlich) hohen Qualität und Zuverlässigkeit, der Updateverfügbarkeit und des stets gelobten Kundenservices.
Immerhin könnte(!) ich, wenn ich wöllte, die bisherigen Festplatten in eine neue Diskstation einsetzen und so an meine Daten kommen. Doch möchte ich dies?
Möchte ich erneut eine Stange Geld (wieder fast 300 Euro) ausgeben für ein Stück Elektronik was WAHRSCHEINLICH wieder den Dienst nach Ablauf der Gewährleistungszeit versagt?
Die Diskstation von Synology war und ist ein wirklich tolles Gerät. Tolle Funktionen, tolles Interface, stetige Updateversorgung auch für ältere Modelle.
Oder ich hatte einfach ein von Beginn an ein defektes Gerät, ein Montagsgerät?
Alles egal – denn vom Kundenservice ist keine Kulanz zu erwarten!
So bleiben mir nur zwei Optionen:
1. ich kaufe wieder eine Diskstation von Synology und verwende die bisherigen Platten einfach weiter
oder
2. ich lese die Daten von den Platten aus (siehe hier) setze auf externe Festplatten (bspw. an der Fritz!Box) oder steige auf einen anderen Anbieter um, bspw. QNap oder gleich FreeNAS.

Auf das Gefrickel bei 2. habe ich eigentlich keine Lust – zumal das Fritz!NAS nur via USB2.0 funktioniert – die Diskstation mittels 1GBit-LAN direkt am Router angeschlossen würde.
So bleibt ja fast nur noch 1. übrig. Und hier käme als „günstige Alternative“ die DS216j in Frage. Kostet „schlappe“ 160 Euro, hat 2x USB3.0, 1x GBit-LAN, DualCore-CPU.
Könnte natürlich auch Ausschau nach einer gebrauchten DS214 halten und entsprechend die Mainboards tauschen oder eben gleich die alte neue DS214 weiterverwenden. Habe aber auch hier das Risiko eines Ausfalls – und dann wieder keine Herstellergarantie und ggf. doppelte bis dreifache Kosten.

Klar, Elektronik kann kaputt gehen. Elektronik ist auch nur noch ein Massenprodukt. Aber, ja – aber, auch Elektronik –speziell solch teure und spezielle‑ sollte nicht nach der Gewährleistungszeit den Dienst quittieren. Und falls doch, erwartet man von einem guten Kundenservice entsprechend Kulanz – wenn dieser natürlich von seinen Produkten überzeugt ist und auch normalerweise Qualität liefert.

Alles neu macht der Juli

Umzug in eine neue Wohnung – das bedeutet Stress. Viel Sehr viel Stress!
Erst recht wenn man Kinder hat. Sind diese um einen herum aktiv kommt man zu nichts. Denn dann werden gepackte Kisten wieder ausgepackt, sie wuseln einem zwischen den Beinen umher, fordern –zu Recht‑ Aufmerksamkeit ein, alte Verträge kündigen/umschreiben lassen, Papierkram höchster Güte usw. Kennt man ja!
Dazu noch diverse Ausfälle und Schäden an Hardware als auch Inventar.
Es kann nur besser werden!

Ford S-Max: die Batterie

Die Batterie von unserem S-Max hat von jetzt auf gleich ihren Dienst versagt, über Nacht quasi. Einmalige Fehlermeldung „Motorstörung“, nach Neustart keine Meldung mehr und nach erbeuten abstellen ging gar nichts mehr. Die Batterie war 5 ½ Jahre alt – was ich so mittlerweile in Erfahrung bringen konnte ein sehr gutes alter für eine Batterie im Ford S-Max.

Original Ford-Teil; Hersteller ist Varta. Kälteprüfstrom EN 700 A, Kapazität 70 Ah.
Kosten samt Einbau beim FFH: ca. 270 Euro (inkl. MwSt. und in unserem Fall inkl. Wagenwäsche außen und Innenraumreinigung).

Preis für die Batterie auf dem freien Markt:
VARTA Silver Dynamic 585 200 080. Kälteprüfstrom EN 800 A, Kapazität 85 Ah.
Kostet ca. 120 Euro, zzgl. Einbau (rund 50 Euro in einer freien Werkstatt, ggf. Auch weniger oder gar nur für eine Spende in die Kaffeekasse).

Richtige Batterie findet man unter http://www.varta-automotive.de/de-de/ – auch für andere Fahrzeuge!

Also regelmäßig Batterie checken (lassen) und selbst für entsprechend Ersatz sorgen, kommt einem extrem günstiger!

Raspberry Pi – Raspbian Jessie – root-User Passwortabfrage einschalten

Bei Raspbian Jessie ist die Root Passwortabfrage ausgeschaltet.
Problem, da man sich so nicht mehr als root-User via SSH oder SCP-Manager einloggen kann.
Hier eins kleine Anleitung wie man die Passwortabfrage wieder einschaltet (sonst kann man dem root-User kein Passwort vergeben):

Die SSH-Konfigurationsdatei öffnen:
sudo nano /etc/ssh/sshd_config

In der Konfigurationsdatei folgende Stelle suchen
# Authentication:
LoginGraceTime 120
PermitRootLogin without-password
StrictModes yes

und in

# Authentication:
LoginGraceTime 120
PermitRootLogin yes
StrictModes yes

abändern.

Das Ganze speichern und mit

shutdown -r now

neustarten

Aktenvernichter ölen

Im August letzten Jahres wurde ja für unseren Haushalt ein neuer Aktenvernichter angeschafft – denn Papiere mit sensiblen Daten sollten nicht einfach so in den Altpapiercontainer gegeben werden.
Dieser verrichtet ordentlich und zuverlässig seinen Dienst – wunderbarer Partikelschnitt (welcher übrigens sich auch hervorragend als Verpackungsmaterial eignet!).
Doch in letzter Zeit quietschte der Aktenvernichter immer nach Abschluss des Schreddervorgangs und vom alten Aktenvernichter wusste ich, dass durch Papierstaub und Papierreste mit der Zeit das Schneidewerk (welches von Haus aus geölt ist) sich zusetzt, vermehrt Reibung entsteht, diese wiederrum den Motor stärker belastet und letzten Endes das Gerät vorzeitig verschleißt und kaputt geht. Und das muss ja nicht sein.

Wie ölt man nun einen Aktenvernichter richtig?
Der Benutzer zu Hause wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen stinknormalen Aktenvernichter haben – OHNE separates Öldepot welches die Schneidewerkzeuge permanent oder regelmäßig ölt.
Und jene „normalen“ Aktenvernichter müssen eben von Zeit zu Zeit von Hand „nachgeölt“ werden.
Es gibt spezielle, in Öl getränkte, Papiere die einfach zerschreddert werden und so das Schneidewerk ölen.
Kosten recht viel Geld und ist ja eigentlich Blödsinnig sowas kaufen zu müssen. Denn Altpapier hat man immer herumliegen was geschreddert werden muss und gutes Schmieröl in aller Regel auch – vom Fahrrad her bspw., oder zur Not auch normales Rapsöl.

Hinweis: nur vom Hersteller freigegebene Öle verwenden um die Gewährleistungs‑ und Garantieansprüche nicht zu verlieren!

Also geht man her und nimmt einen Bogen Papier (können auch ruhig mehrere sein, so zwei oder drei) und ein gutes (Sprüh‑)Öl – ich habe das F100 von Dr. Wack hergenommen.
Jetzt großzügig und in ZickZack mehrere Reihen des Öls auf das Blatt Papier geben und direkt im Anschluss in den Aktenvernichter stecken zum schreddern. Dabei darauf achten, dass die komplette Breite und auch die Länge des Papiers ausgenutzt wird.

Das Öl wird somit direkt auf die Walzen aufgetragen und schmiert die Schneidewerkzeuge und verteilt sich so quasi von selbst.
Man kann zwei oder auch drei Blätter auf diese Weise durchjagen – schadet sicher nicht.
Im Anschluss allerdings wenige Blätter durch den Aktenvernichter laufen lassen um überschüssiges Öl wieder zu entfernen.

Wie oft man das machen soll(te) hängt von dem Nutzungsgrad ab.
Geräte die viel und häufig Papier schreddern erzeugen mehr Papierstaub als andere und sollten dementsprechend häufiger geölt werden.